Die Gegend um Lüben (Lubin)
im Osten der Niederschlesisch-Lausitzer Heide wurde schon seit der
Bronzezeit besiedelt. Die vor dem Jahr 1295 gegründete Stadt
war Marktplatz an der wichtigen Handelsstraße Breslau - Frankfurt/Oder.
Neben der Handelstätigkeit begründete vor allem die Tuchmacherei
den Wohlstand der Stadt. Eine Zäsur in dieser Entwicklung brachten
die Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und die
Pest. Mit der Anbindung an die Eisenbahnlinie Ende des 19. Jahrhunderts
wurden neue Industrien (Holz- und Metallverarbeitung) angesiedelt.
Im Laufe des Zweiten Weltkriegs erlitt Lüben starke Schäden.
Einige Gebäude wie die Pfarrkirche St. Marien sind heute wieder
aufgebaut.
Die Heimatstube Lüben erhält Unterstützung durch den
Patenkreis und die Stadt Nassau, die auch die Räumlichkeiten
im Museumssaal des Günter-Leifheit-Kulturhaus zur Verfügung
stellt. Die Sammlung enthält Bücher, Chroniken, Karten,
Archivalien, Fotografien, Trachten und Gegenstände des Haushalts.
Einige Ölgemälde, Grafiken und Landkarten schmücken
die Wände. Historisch besonders bedeutsam sind zwei Urbare des
Rittergutes Braunau. Zu besonderen Anlässen finden Sonderausstellungen
statt.