Ottmachauer Heimatstube

im Rathaus Peine
Kantstr. 5
31226 Peine

Trägerschaft:

Heimatgemeinschaft der Ottmachauer und Stadt Peine
Kontakt:
Heimatgemeinschaft Ottmachau
Frau Edith Kutsche
Tel. 05361/ 48545


Öffnungszeiten

Mo - Fr    8.00 - 16.00 Uhr
Karte Schlesiens



Seidentasche, mit Stickerei, nach 1900

Seidentasche, mit Stickerei, nach 1900


Ottmachau (Otmuchów), an der Glatzer Neiße gelegen, gehörte zur Ausstattung des Bistums Breslau wohl schon seit dessen Gründung. Der slawische Marktort erhielt 1347 deutsches Recht. Nach der Säkularisation sprach man die Herrschaft Ottmachau Wilhelm von Humboldt zu, und sie blieb im Besitz von dessen Familie bis 1928. Ottmachau war eine Ackerbürgerstadt. 1880 wurde hier die größte Zuckerrübenfabrik Oberschlesiens erbaut und bis heute wird in Ottmachau Weißzucker hergestellt.
1928 bis 1933 wurde bei Ottmachau der mit 24 km damals größte Stausee Deutschlands erbaut, der auch als "Schlesisches Meer" bezeichnet wurde. Er verbesserte die Schiffbarkeit der Oder, diente zur Stromerzeugung und als weithin beliebter Ausflugsort.
1945 erlitt die Stadt durch russische Bombenangriffe Kriegsschäden, wichtige Baudenkmale wie die Landesburg, Kirche und Rathaus blieben jedoch erhalten.

Die Heimatgemeinschaft Ottmachau wurde 1948 gegründet. Am 30. Mai 1955 übernahm die Stadt Peine die Patenschaft über die Stadt und ihrer ehemaligen Einwohner. Hier hatten viele vertriebene Ottmachauer eine neue Heimat gefunden.

Seit 30 Jahren präsentiert die Heimatgemeinschaft ihre Heimatstube in verschiedenen Räumen des Rathauses. Zur Sammlung gehören Bücher, Gemälde, Fotografien, Grafiken, Gegenstände des Haushalts und der Kirche, wie z.B. eine um 1900 hergestellte Taufdecke, eine Burse mit Stickerei und eine gestickte Fahnenschärpe von 1912, anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Gesellenvereins.

 

 
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letzte Aktualisierung: 22.08.2007