Der Zweite Weltkrieg und die fast vollständige
Vertreibung der deutschen Bevölkerung bedeuten eine tiefe Zäsur
in der Geschichte Schlesiens. Bindungen und Traditionen rissen damals
gewaltsam ab, deren schrittweise Wiederherstellung erst heute - unter
dem Vorzeichen des zusammenwachsenden Europas - möglich erscheint.
In den ersten Jahren nach der Vertreibung waren es hauptsächlich
die vertriebenen Schlesier selbst, die sich um das ideelle und materielle
Erbe der schlesischen Kulturgeschichte bemühten. Unterstützt
wurden sie dabei von Patengemeinden in Westdeutschland. Heimatkreise und
Heimatstuben haben sich bei der Rettung und Bewahrung von schlesischem
Kulturgut große Verdienste erworben.
Das Schlesische Museum zu Görlitz arbeitet seit einigen Jahren am
Projekt einer Inventarisierung schlesischen Kulturguts auf dem Boden der
Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen dieses Projektes suchten Mitarbeiter
des Museums im Jahr 2000 rund 70 schlesische Heimatstuben in Deutschland
auf. Sie sammelten allgemeine Informationen über die Einrichtungen,
sichteten die Bestände, dokumentierten und fotografierten bedeutende
Objekte.
55 Heimatstuben waren bereit, sich an der vorliegenden Dokumentation zu
beteiligen. Wir danken allen für ihre Mithilfe !
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