"Natur und Kultur": Wanderungen in Niederschlesien vom März bis Oktober 2026
Ein Angebot des Kulturreferates für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz in Kooperation mit dem Reisebüro Christian Reisen. Konzeption und Reiseleitung: Andrzej Paczos
Routen und Termine:
↔ Länge, ↗ Aufstiege, ↘ Abstiege
1. Entlang des Landeshuter Kammes
Von Jannowitz (Janowice Wielkie) nach Schmiedeberg (Kowary)
↔ 16,5 km, ↗ 740 m, ↘ 665 m
Termine: 2. Mai, 1. August
Der Landeshuter Kamm (Rudawy Janowickie) ist ein kleiner (ca. 18 km lang) aber hoher (Skalnik 945 m ü.d.M.) Gebirgskamm, der den Hirschberger Kessel im Osten umrahmt. Nicht so bekannt wie das benachbarte Riesengebirge bietet er ruhige Wanderwege und schöne Aussichten, die sich vom Isergebirge (Góry Izerskie) bis zum Eulengebirge (Góry Sowie) und dem Zobtenberg (Ślęża) erstrecken. Die Wanderung führt durch eine der malerischsten Burgruinen in Schlesien, die mit Granitfelsen gekrönte höchste Erhebung des Kammes, an einem Felsenmeer vorbei bis zum ehemaligen Bergstädtchen Schmiedeberg (Kowary).
2. "Kirchlich-geologische" Wanderung am Fuße der Sudeten
Von Jauer (Jawor) nach Hermannsdorf (Męcinka)
↔15 km, ↗ 123 m, ↘ 100 m
Termine: 25. April, 4. Juli
Die Wanderung beginnt in Jauer (Jawor) wo sich zwei interessante Kirchen und eine herzogliche Burg befinden. Dann an einer Mercedes-Benz Fabrik vorbei und am Ufer eines malerischen Stausees kommen wir nach Schlaup (Słup) – ein Dorf mit einer schönen, kleinen Kirche, welche Jahrhunderte lang dem ältesten schlesischen Zisterzienser-Kloster in Leubus (Lubiąż) gehörte. Die letzte Etappe führt an zwei großen Basaltsteinbrüchen nach Hermannsdorf (Męcinka), einem anderen Klosterdorf.
3. Auf der Via Regia nach Neumarkt
Von Maltsch (Malczyce) nach Neumarkt (Środa Śląska)
↔15,2 km, ↗ 108 m, ↘ 87 m
Termine: 11. April, 3. Oktober
Unser Weg beginnt in Maltsch (Malczyce) an der Oder und führt zuerst südwärts bis nach Blumerode (Kwietno). Weiter wandern wir auf der alten Via Regia ostwärts bis nach Neumarkt (Środa Śląska). Im Mittelalter spielte dieses Städtchen eine wichtige Rolle als der größte Marktort zwischen Breslau (Wrocław) und Liegnitz (Legnica). Sehenswert sind hier die Pfarrkirche und das alte Rathaus, wo man den berühmten, vor 40 Jahren entdeckten, goldenen Schatz bewahrt. Gegenüber vom Rathaus gibt es am Markt eine der besten Eisdielen in Niederschlesien (das Himbeereis – ein Traum!).
4. Im uralten Siedlungsgebiet in einem Urstromtal
Von Mallmitz (Małomice) nach Sprottau (Szprotawa)
↔12 km, ↗ 96 m, ↘ 85 m
Termine: 28. März, 19. September
Im ehemaligen Breslau-Magdeburg-Bremer Urstromtal, da wo heute der Bober (Bóbr) fließt, befindet sich ein altes Siedlungsgebiet. Ein der wichtigsten Orte in dieser Gegend ist Sprottau (Szprotawa) mit vielen interessanten Denkmälern. Dazu gehören das Stadttor, das Rathaus mit zwei Türmen, die gotische Pfarrkirche und die ehemalige evangelische Kirche, deren Mauern ehemals Burgmauern bildeten. Dazu kommt noch eine kleine, romanische Kirche in einem westlichen Vorort von Sprottau, wo im Jahr 1000 der polnische Herzog und spätere König Bolesław Chrobry dem zum Grab des Hl. Adalbert in Gnesen pilgernden deutschen Kaiser Otto III. entgegenkam um ihn zu begrüßen.
5. Überall Wasser...
Von (Kunitz) Kunice nach Parchwitz (Prochowice)
↔16 km, ↗ 66 m, ↘ 84 m
Termine: 23. Mai, 5. September
Nordwestlich von Liegnitz (Legnica) werden wir an einem der ältesten Seen in Polen, dann an einigen Teichen, einer mit Wasser gefühlten Sandgrube und entlang des Flusses Katzbach (Kaczawa) bis nach Parchwitz (Prochowice) wandern. Der letzte Ort galt früher als die polnische Geflügelpastete-Hauptstadt. In diesem kleinen Städtchen ist unter anderem ein gut erhaltenes, mittelalterliches, im Renaissance-Still umgebautes Schloss, eine alte Kirche mit 19 Epitaphien aus dem 16. Jh. und eine Kirche aus dem 19. Jh. aber mit barocker Ausstattung aus der Klosterkirche in Leubus (Lubiąż).
6. Expedition zum schlesischen Olymp (2 Tage)
Tag 1: Von Ingramsdorf (Imbramowice) nach Zobten (Sobótka)
↔18,1 km, ↗ 136 m, ↘126 m
Tag 2: Von Zobten (Sobótka) nach Klein Silsterwitz (Sulistrowiczki)
↔15,2 km, ↗ 777 m, ↘ 669 m
Termine: 20.-21. Juni, 29.-30. August
Wer die Geschichte Schlesiens kennenlernen will, darf nicht den Zobtenberg (Ślęża) auslassen. Der heilige Berg erhebt sich über 500 m über dem uralten Siedlungsgebiet in der Schlesischen Ebene südlich von Breslau (Wrocław). Für die ehemaligen Einwohner dieser Gegend gut sichtbar, monumental, mit dem Gipfel oft in den Wolken, war der Berg, ähnlich wie Olymp oder Parnass im Griechenland, Sitz der Götter. Spuren dieser Zeit sind als steinerne Wallanlagen bis heute sichtbar. Am Gipfel steht heute eine Kirche, eine touristische Herberge, ein großer Sendermast und ein kleiner Aussichtsturm von dem kann man fast ganz Niederschlesien mit Wrocław und den Sudeten sehen.
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